Geschichte des Choy Li Fut Kung Fu

Das Choy Li Fut Kung Fu wurde von Chang Heung (1806-1875) begründet. Er lernte dies bei drei verschiedenen Meistern. Er vereinte die zwei südlichen Stile mit dem nördlichen Stil und entwickelte daraus das Choy Li Fut Kung Fu.

Chang Heung wurde am 23. August 1806 in dem Dorf Ging Mui geboren, welches in dem Bezirk San Wui der Provinz Guangdong liegt.

Chan Heungs erster Lehrer war sein Onkel Chan Yuen-Wu, welcher ein Meister des südlichen Fut Gar Stil war. Das Wort „Fut“ bedeutet Buddha und geht zurück zu den Wurzeln der Shaolin, da das System aus dem südlichen Shaolin Tempel stammt. Nach einigen Jahren war Chan Yuen-Wu der Meinung das Chan Heung den Fut Gar Stil gemeistert hätte und stellte ihm seinem Freund Li Yau-San vor. Da die beiden gute Freunde waren, akzeptierte dieser Chan Heung als seinen Schüler.

Li Yau-San war ein Mönch aus dem südlichen Shaolin Tempel und unterrichte Chan Heung in seinem Kung Fu System. Nach vier Jahren intensiven Trainings hatte Chan Heung auch den Li Gar Stil gemeistert. Li Yau-San beschloss, dass Chan Heung von seinem Kung Fu Bruder Choy Fook lernen sollte. Choy Fook war ein Mönch aus dem nördlichen Shaolin Tempel. Li Yau-San schrieb ihm einen Brief und schickte Chan Heung damit zum Berg Lau Fu Shan, um den Mönch Choy Fook dort aufzufinden.

Choy Hook hatte sich nach der Zerstörung des Shaolin Tempels auf dem Berg Lau Fu Shan in der nördlichen Guangdong Provinz zurückgezogen. Dort lebte er in voller Abgeschiedenheit in einer Hütte und übte nur noch den Buddhismus aus. Als Chan Heung den Berg Lau Fu Shan erreichte suchte er nach dem Mönch. Das einzige Merkmal war, dass sich Choy Fook im Tempel schwere Verbrennungen am Kopf zugefügt hatte und er deswegen den Spitznamen „der Mönch mit dem verwundeten Kopf“ hatte. Als Chan Heung den Mönch endlich gefunden hatte, überreichte er ihm den Brief von Li Yau-San. Als er den Brief gelesen hatte, lehnte er ihn trotzdem als Schüler ab. Chan Heung gab aber nicht auf und blieb bei dem Mönch und versuchte immer wieder von Choy Fook als Schüler anerkannt zu werden. Nach etlicher Zeit akzeptierte Choy Fook ihn als Schüler, lehrte ihm jedoch nur den Buddhismus. So studierte Chan Heung für viele Stunden am Tag den Buddhismus und übte seine Kampfkünste für sich bis spät in die Nacht hinein. Nachdem Choy Fook sah, dass Chan Heung hart und intensiv an seinem buddhistischen Training und Kung Fu arbeitete, entschloss er sich Chan Heung in seiner nördlichen Shaolin Kampfkunst zu unterrichten. Chan Heung blieb acht Jahre bei Choy Fook und lernte von Ihm den Choy Gar Stil und den Buddhismus. Als Chan Heung fast dreißig Jahre alt war, verließ er Choy Fook und kehrte in sein Heimatdorf King Mui zurück.

Er verbrachte einige Zeit damit sein Wissen zu üben und zu vertiefen. So vereinte er die drei Kung Fu Stile und entwickelte ungefähr im Jahr 1836 daraus das Choy Li Fut Kung Fu. Er benannte es zu Ehren seiner drei Lehrer Choy Fook und Li Yau-San und seinem Onkel Chan Yuen-Wu. Den Charakter „Fut“ (Buddha) verwendete er, um zu zeigen, dass alle Lehrer ihren Ursprung im Shaolin Tempel hatten. Bei dem dreimaligen Gruß in den überlieferten Formen wird uns der Respekt gegenüber den drei Lehrern von Chan Heung gezeigt.

Am 20. August 1875 starb Chan Heung im Alter von 69 Jahren. Er wurde in seinem Heimatdorf King Mui beigesetzt. Sein Andenken lebt weiter, verewigt in dem Kung Fu Stil, welchen er entwickelt hat.